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<title>Matrilinearität</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Matrilinearität</span></h1>
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<p><b>Matrilinearität</b> (deutsch „in der Linie der Mutter“: <b>Mütterlinie</b>) oder <b>Mutterfolge</b> bezeichnet die Weitergabe und <a href="Erbfolge" title="Erbfolge">Vererbung</a> von sozialen Eigenschaften und Besitz ausschließlich über die <a href="Weibliches_Geschlecht" title="Weibliches Geschlecht">weibliche</a> Linie von <a href="Mutter" title="Mutter">Müttern</a> an <a href="Verwandtschaftsbeziehung#Kinder" title="Verwandtschaftsbeziehung">Töchter</a>. Dabei erfolgt die Übertragung von <a href="Verwandtschaftsbeziehung" title="Verwandtschaftsbeziehung">Verwandtschaftsbeziehungen</a>, <a href="Soziale_Position" title="Soziale Position">sozialen Positionen</a>, Ämtern, <a href="Sozialer_Status" title="Sozialer Status">Ansehen</a>, <a href="Privileg" title="Privileg">Privilegien</a> und Eigentum von einer <a href="Generation" title="Generation">Generation</a> an die nächste <i><a href="Deszendenzregeln#Unilineare_Abstammung" title="Deszendenzregeln">einlinig</a></i> nach der <a href="Abstammung" title="Abstammung">Abstammung</a> der Frau. Die Linie des Vaters bleibt ohne Bedeutung. Auch <a href="Verwandtschaftsbeziehung#Kinder" title="Verwandtschaftsbeziehung">Söhne</a> erben den <a href="Familienname" title="Familienname">Familiennamen</a> ihrer Mutter sowie die Zugehörigkeit zu einer übergeordneten Gruppe wie einem <a href="Clan" title="Clan">Clan</a>, aber sie werden in der mütterlichen Erbfolge nicht berücksichtigt und können nichts weitervererben: Nach einer <a href="Ehe" title="Ehe">Heirat</a> werden Kinder immer zur <a href="Familie" title="Familie">Familie</a> der Ehefrau gezählt, sie tragen ihren Namen und führen ihre Linie weiter, nicht die Linie des Ehemannes (oder seiner Mutter).
</p><p>Eine rein matrilineare Abstammungsreihe enthält alle in einer ununterbrochenen weiblichen Abfolge von einer „<a href="Stammmutter" title="Stammmutter">Stammmutter</a>“ herstammenden Frauen, dabei spielt die Frage der <a href="Unehelichkeit" title="Unehelichkeit">Ehelichkeit</a> von Nachkommen keine Rolle. Diese Linie wird auch als <i>uterine Deszendenz</i> (lateinisch „Nachkommen aus der <a href="Geb%C3%A4rmutter" title="Gebärmutter">Gebärmutter</a>“) bezeichnet, früher auch als „mutterrechtlich“.<sup id="cite_ref-Duden-Mutterrecht_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Duden-Mutterrecht-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Bertelsmann-Mutterrecht_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Bertelsmann-Mutterrecht-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Matrilinearität ist ein <a href="Ethnologie" title="Ethnologie">ethnologischer</a> Begriff, um die Vorstellungen von Abstammung (<a href="Deszendenzregeln" title="Deszendenzregeln">Deszendenzregeln</a>) und ihre Bedeutung für die soziale Organisation einer <a href="Gesellschaft_(Soziologie)" title="Gesellschaft (Soziologie)">Gesellschaft</a> zu untersuchen, vor allem bei <a href="Ethnie" title="Ethnie">ethnischen Gruppen</a> und <a href="Indigene_V%C3%B6lker" title="Indigene Völker">indigenen Völkern</a>. Ihr direktes Gegenteil ist die <i><a href="Patrilinearit%C3%A4t" title="Patrilinearität">Patrilinearität</a></i>, bei der Abstammung und Vererbung nur über die Linie der Väter <a href="Regel_(Richtlinie)" title="Regel (Richtlinie)">geregelt</a> wird (vergleiche <a href="Stammlinie" title="Stammlinie">Stammlinien</a>). Daneben gibt es gemischte Formen wie die auch in modernen Gesellschaften übliche beidseitige, <i><a href="Deszendenzregeln#Kognatische,_bilaterale_Abstammung" title="Deszendenzregeln">kognatisch-bilaterale</a></i> Herleitung der Abstammung von Mutter <i>und</i> Vater.
</p><p>Über 160&nbsp;der weltweit 1300&nbsp;ethnischen Gesellschaften (13&nbsp;%) ordnen sich nach matrilinearer Abstammung über die Linie der Frau, ihrer Mutter, deren Mutter (<a href="Gro%C3%9Feltern" title="Großeltern">Großmutter</a>) und so weiter zurück.<sup id="cite_ref-Gray-1998-104_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Gray-1998-104-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Mütterlinie versteht sich als biologische <a href="Blutlinie" title="Blutlinie">Blutlinie</a>, kennt aber meist auch die Möglichkeit der Annahme einer Person „an Kindes statt“ (<a href="Adoption" title="Adoption">Adoption</a>). Bei einem Drittel der matrilinearen Gesellschaften zieht der Ehemann nach der Hochzeit meist zur Ehefrau und ihrer Mutter (<a href="Matrilokalit%C3%A4t" title="Matrilokalität"><i>matri-</i>lokal</a>), 38&nbsp;% befolgen die <i>avunku-</i>lokale Wohnsitzregel beim Bruder der Mutter oder beim Bruder des Ehemannes (<a href="Verwandtschaftsbeziehung#Onkel_und_Tante" title="Verwandtschaftsbeziehung">Onkel</a> mütterlicherseits, siehe <a href="Avunkulat" title="Avunkulat">Avunkulat</a>) und 18&nbsp;% wohnen <a href="Patrilokalit%C3%A4t" title="Patrilokalität"><i>patri-</i>lokal</a> beim Ehemann und seiner Familie.<sup id="cite_ref-Wicker-2012-14_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-Wicker-2012-14-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Deszendenzsystem">Deszendenzsystem</h2></div>
<p>Die matrilineare Abstammung sowohl der männlichen als auch der weiblichen Nachkommen wird nur durch die weibliche Vorfahrenlinie gebildet, der Linie der Mutter. Dies kann zur Folge haben, dass die Nachkommen nicht-gleichgeschlechtlicher Geschwister zwei verschiedenen Linien angehören, also, dass nur die Kinder der Tochter, nicht aber die Kinder des Sohnes&nbsp;– diese werden der Verwandtschaftsgruppe ihrer Mutter zugerechnet&nbsp;– derselben Linie angehören. Dies kann bei der Eheschließung, insbesondere bei der <a href="Kreuzcousinenheirat" title="Kreuzcousinenheirat">Kreuzcousinenheirat</a>, eine Rolle spielen. Auch die Häuptlingsfunktion geht beim Tode eines Häuptlings nicht auf seinen Sohn, sondern auf seinen Bruder (als dem Sohn einer gemeinsamen Mutter) über. Die durch die gemeinsame unilineare Abstammung entstehende Gruppe wird als <a href="Lineage" title="Lineage">Lineage</a> bezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verbreitung">Verbreitung</h2></div>
<p>Die größte matrilineare (und <a href="Matrilokalit%C3%A4t" title="Matrilokalität">matrilokale</a>) Kultur weltweit bilden die <a href="Minangkabau" title="Minangkabau">Minangkabau</a> auf der indonesischen Insel Sumatra mit über 3&nbsp;Mio. Angehörigen. In <a href="Nordostindien" title="Nordostindien">Nordostindien</a> finden sich matrilineare Gesellschaften bei den <a href="Khasi" title="Khasi">Khasi</a> (1,5&nbsp;Mio.) und den <a href="Garo_(Volk)" title="Garo (Volk)">Garo</a> (1&nbsp;Mio.), in Afrika bei den <a href="Tuareg" title="Tuareg">Tuareg</a> in Nordafrika (rund 3&nbsp;Mio.) sowie bei vielen <a href="Bantu" title="Bantu">Bantuvölkern</a> von der Kongoregion bis zum Süden des ostafrikanischen Seengebiets, in Südamerika bei den <a href="Wayuu" title="Wayuu">Wayuu</a> (rund 0,5&nbsp;Mio.), in Nordamerika bei den <a href="Irokesen" title="Irokesen">Irokesenvölkern</a> (rund 70.000), in China bei den <a href="Mosuo" title="Mosuo">Mosuo</a> (rund 40.000) sowie bei über 100&nbsp;weiteren Ethnien außerhalb Europas (siehe <a href="Matriarchat#Liste" title="Matriarchat">Liste matrilinearer Gesellschaften</a>).
In Afrika zeigte die Ethnologin <a href="Audrey_I._Richards" title="Audrey I. Richards">Audrey I. Richards</a> 1950 die Existenz eines <i>matrilineal belt</i> („matrilinearen Gürtels“) bei den Bantuvölkern zwischen dem Süden <a href="Gabun" title="Gabun">Gabuns</a> und Süd-<a href="Tanganjika" title="Tanganjika">Tanganjika</a> auf,<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> so am Beispiel der <a href="Bakongo" title="Bakongo">Bakongo</a>, <a href="Yombe_(Volk)" title="Yombe (Volk)">Mayombe</a><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <a href="Bemba_(Ethnie)" title="Bemba (Ethnie)">Bemba</a>.<sup id="cite_ref-Spittler-2016-181_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-Spittler-2016-181-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Mary_Douglas" title="Mary Douglas">Mary Douglas</a> und andere weisen auf den Rückgang der Matrilinearität mit dem Übergang zur <a href="Traditionelle_Wirtschaftsform#Tierproduktion_(Viehwirtschaft)" title="Traditionelle Wirtschaftsform">Großviehzucht</a> und unter dem Einfluss der <a href="Kolonisation" title="Kolonisation">Kolonisation</a> hin.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Tatsächlich geht aber die Verbreitung der Rinderzucht in Afrika dem Rückgang der Matrilinearität zeitlich voraus, was Holden und Ruth für <a href="Malawi" title="Malawi">Malawi</a> und <a href="Kenia" title="Kenia">Kenia</a> zeigen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Doch findet die <a href="Wirtschaftswissenschaftler" title="Wirtschaftswissenschaftler">Wirtschaftswissenschaftlerin</a> Sara Lowes noch 2018 bei den von ihr untersuchten Bantu-Haushalten der Kongoregion, die durch Wanderungsbewegungen in ethnischer Hinsicht oft gemischt sind, einen deutlich umgekehrten Zusammenhang (eine negative <a href="Korrelation" title="Korrelation">Korrelation</a>) zwischen Matrilinearität und Viehzucht. In dieser Region ist Matrilinearität oft mit <a href="Matrilokalit%C3%A4t" title="Matrilokalität">Matrilokalität</a>, seltener aber mit der Zahlung eines <a href="Brautpreis" title="Brautpreis">Brautpreises</a> verbunden.<sup id="cite_ref-Lowes-2018-10_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-Lowes-2018-10-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Nachteil der Verbindung von Matrilinearität und Matrilokalität sieht der deutsche Ethnologe <a href="Gerd_Spittler" title="Gerd Spittler">Gerd Spittler</a> (am Beispiel der Bemba), dass gegen die Eigentümerin des <a href="Hirse" title="Hirse">Hirse</a>speichers zahlreiche weibliche Verwandte oder ihr älterer Bruder Ansprüche auf die dort gelagerten Vorräte geltend machen; dies senkt die Motivation der Eigentümerin, ihn immer gefüllt zu halten.<sup id="cite_ref-Spittler-2016-181_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-Spittler-2016-181-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Matrilinearität ist selten, wenn zur Bearbeitung des Bodens ein <a href="Pflug" title="Pflug">Pflug</a> benötigt wird.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das bestätigte sich auch in der Untersuchung von Sara Lowes.<sup id="cite_ref-Lowes-2018-10_10-1" class="reference"><a href="#cite_note-Lowes-2018-10-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Matrilinearität wäre demnach vor allem in <a href="Gartenbau" title="Gartenbau">Gartenbau</a>-Kulturen verbreitet, wo <a href="Traditionelle_Wirtschaftsform#Traditioneller_Feldbau_(Pflanzbau)_und_Gartenbau" title="Traditionelle Wirtschaftsform">Feldbau</a> oder <a href="Tierhaltung#Nutztierhaltung" title="Tierhaltung">Großtierhaltung</a> nicht möglich sind, sondern Gartenbau (Hortikultur) mit dem <a href="Pflanzholz" title="Pflanzholz">Pflanzholz</a> und Jagd auf Kleintiere dominieren. In Afrika endet dieser Gürtel südlich der Äquatorialwälder.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auf die tragende Rolle der Frauen in der Wirtschaft der <a href="Wyandot" title="Wyandot">Wyandot</a>&nbsp;– nordamerikanische Waldbewohner, die Gartenbau, Fischerei und Jagd betrieben&nbsp;– und auf die starke Stellung der Frauen gegenüber den Männern wies schon 1724 <a href="Joseph-Fran%C3%A7ois_Lafitau" title="Joseph-François Lafitau">Joseph-François Lafitau</a> hin.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Europa begann die Rinderzucht mit der <a href="Linearbandkeramische_Kultur" title="Linearbandkeramische Kultur">Linearbandkeramischen Kultur</a> (Bandkeramiker) ab etwa 6000 v.&nbsp;Chr. und ging mit einer Veränderung der Deszendenzregeln in Richtung patrilinearer Strukturen einher.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Verstärkt wurde diese Entwicklung durch den Übergang zur <a href="Kurgankultur" title="Kurgankultur">Kurgan-Kultur</a> in Südost- und Mitteleuropa, durch welche die Bedeutung der Weidewirtschaft weiter zunahm und die Vererbung von Besitz und Status patrilineal erfolgte.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch in der Entwicklung der Hochkulturen Lateinamerikas zeigte sich ein allmählicher Übergang zur Patrilinearität: In der <a href="Chaco-Canyon-Kultur" title="Chaco-Canyon-Kultur">Chaco-Canyon-Kultur</a> <a href="New_Mexico" title="New Mexico">New Mexicos</a> wurden offenbar Machtpositionen noch matrilineal vererbt.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für die <a href="Anasazi" title="Anasazi">Anasazi</a> des <a href="Pueblo_Bonito" title="Pueblo Bonito">Pueblo Bonito</a> in <a href="Colorado" title="Colorado">Colorado</a> wurde die Existenz einer matrilinearen Elite für die Jahrhunderte zwischen etwa 800&nbsp;und 1130&nbsp;mittels <a href="Mitochondriale_DNA" title="Mitochondriale DNA">mitochondrialer DNA</a> nachgewiesen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Ende dieser Periode fällt zeitlich mit dem Verschwinden der intensiven Landwirtschaft im <a href="Chaco_Culture_National_Historical_Park" title="Chaco Culture National Historical Park">Chaco Canyon</a> zusammen. Bei den <a href="Maya" title="Maya">Maya</a> und den <a href="Inka" title="Inka">Inka</a> galt dagegen die reine Matrilinearität als ein „niederes“ Abstammungsprinzip – der <a href="Adel" title="Adel">Adel</a> verfügte auch über eine patrilineare Abstammungslinie.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Matri-Linearität als alleinige <a href="Deszendenzregeln" title="Deszendenzregeln">Abstammungsregel</a> befolgen 13&nbsp;% aller weltweit erfassten <a href="Indigene_V%C3%B6lker" title="Indigene Völker">indigenen Völker</a> und <a href="Ethnie" title="Ethnie">Ethnien</a> (1998: 160 von 1267).<sup id="cite_ref-Gray-1998-104_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Gray-1998-104-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dazu kommen 63&nbsp;Ethnien (5&nbsp;%), bei denen Matrilinearität nur bei einem Teil der sozialen Gruppen (<a href="Lineage" title="Lineage">Lineages</a>, <a href="Clan" title="Clan">Clans</a>) gilt, während andere sich nach der <a href="Patrilinearit%C3%A4t" title="Patrilinearität"><i>patri-</i>linearen</a>, väterlichen Abstammung ausrichten (siehe auch die zweigeteilte <a href="Moiety" title="Moiety">Moiety</a>).
</p><p>Ein praktisches Beispiel verdeutlicht Unterschiede zu rein matrilinearen Gesellschaften:
</p>
<ul><li>Das kleine Volk der <i><a href="Ngaing#Soziale_Organisation" title="Ngaing">Ngaing</a></i> in <a href="Papua-Neuguinea" title="Papua-Neuguinea">Papua-Neuguinea</a> folgt einer doppelten, <i><a href="Deszendenzregeln#bilinear" title="Deszendenzregeln">bilinearen</a></i> Abstammungsregel: In einem Dorf haben die patrilinearen Abstammungsgruppen (Patri-<i><a href="Lineage" title="Lineage">Lineages</a></i>) eine Tiefe von 3 bis 5 <a href="Generation" title="Generation">Generationen</a> und bilden Patri-<i>Clans</i>, welche die Grundeinheit der Siedlung ausmachen. Über sie werden die Regeln der <a href="Exogamie" title="Exogamie">Exogamie</a> (Heirat außerhalb der eigenen Gruppe), Landrechte (für Gartenbau und Jagd) und Ritualrechte (etwa für Männerkult-Zeremonien) weitergegeben und vererbt. Ähnlich organisiert sind die parallel zu den Männern berechtigten matrilinearen Abstammungsgruppen (Matri-<i>Lineages</i>), die das <a href="Totem" title="Totem">Totem</a>-Recht auf sich vereinen und damit <a href="Animismus_(Religion)" title="Animismus (Religion)">animistische</a> <a href="Geistwesen#Schutzgeister" title="Geistwesen">Schutzgeistfunktionen</a> ausüben. Die Gruppen leben im Siedlungsgebiet verstreut, denn sie befolgen die eheliche Wohnfolgeregel der <a href="Patrilokalit%C3%A4t" title="Patrilokalität">Patri-<i>Lokalität</i></a>: Der Wohnsitz eines verheirateten Paares wird beim Ehemann eingerichtet, der bei seinem Vater wohnt. Versammlungen zu gemeinsamen Aktivitäten finden nicht statt.</li></ul>
<p>Im <a href="Konservatives_Judentum" title="Konservatives Judentum">konservativen</a> und im <a href="Orthodoxes_Judentum" title="Orthodoxes Judentum">orthodoxen Judentum</a> ist die Mutter entscheidend für die Religionszugehörigkeit: <a href="Juden" title="Juden">Jude oder Jüdin</a> ist nur, wer Kind einer jüdischen Mutter ist.<sup id="cite_ref-Zeifert-2006_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-Zeifert-2006-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch <a href="Juden#Staat_Israel" title="Juden">im Staat Israel</a> gilt amtlich nur als Jude oder Jüdin, wessen Vorfahrinnen bis zu vier Generationen zurück Jüdinnen waren, also in rein mütterlicher Linie zurück bis zur eigenen Ururgroßmutter.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Eheliche_Wohnsitzregelungen">Eheliche Wohnsitzregelungen</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Matrilokalit%C3%A4t" title="Matrilokalität">Matri-Lokalität</a></i></div>
<p>Bei einem Drittel aller matrilinearen <a href="Soziale_Gruppe" title="Soziale Gruppe">Gruppen</a> und <a href="Gesellschaft_(Soziologie)" title="Gesellschaft (Soziologie)">Gesellschaften</a> liegt nach einer <a href="Ehe" title="Ehe">Heirat</a> der eheliche Wohnsitz am Ort der Ehefrau, ihrer Mutter, <a href="Familie" title="Familie">Familie</a>, Abstammungsgruppe (<a href="Lineage" title="Lineage">Lineage</a>) oder am Ort ihres <a href="Clan" title="Clan">Clans</a>, der Ehemann zieht hinzu.<sup id="cite_ref-Wicker-2012-14_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-Wicker-2012-14-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Diese eheliche Wohnfolge wird als <a href="Matrilokalit%C3%A4t" title="Matrilokalität">Matri-<i>Lokalität</i></a> (lateinisch „am Ort der Mutter“) bezeichnet, oder allgemeiner als <i>Uxori</i>-Lokalität („am Ort der Ehefrau“). Die Bezeichnung <i>uxori-</i>lokal ist vom lateinischen <i>uxor</i> „Ehefrau“ abgeleitet (Frau: <i>mulier</i>), während sich die männliche Entsprechung <a href="Patrilokalit%C3%A4t" title="Patrilokalität"><i>viri-</i>lokal</a> vom <a href="Latein" title="Latein">lateinischen</a> <i>vir</i> „Mann“ ableitet (Ehemann: <i>maritus</i>), eine Widerspiegelung der weiblichen Unterordnung in der <a href="Ehe_im_R%C3%B6mischen_Reich" title="Ehe im Römischen Reich">römischen Ehe</a>.
</p><p>Der frauenzentrierte Wohnsitz (<a href="Residenzregeln" title="Residenzregeln">Residenzregel</a>) verstärkt die engen Beziehungen zwischen der Ehefrau, ihren Schwestern, ihrer Mutter und deren Schwestern (<a href="Verwandtschaftsbeziehung#Onkel_und_Tante" title="Verwandtschaftsbeziehung">Tanten</a>), während die Familie des Ehemannes nicht als verwandt angesehen wird (auch als Matri<i>fokalität</i> bezeichnet: Fokus auf die Frau/Mutter). Gewöhnlich bilden Mütter, Schwestern und Töchter eine Kerngruppe,<sup id="cite_ref-Wicker-2012-13_20-0" class="reference"><a href="#cite_note-Wicker-2012-13-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bis hin zu umfangreichen Matri-<i><a href="Clan" title="Clan">Clans</a></i>, innerhalb derer sich alle <a href="Verwandtschaftsbeziehung" title="Verwandtschaftsbeziehung">Verwandtschaftsbeziehungen</a> auf nur eine Mütterlinie beziehen. Alle Söhne heiraten hinaus (siehe <a href="Exogamie" title="Exogamie">Exogamie</a>), Töchter holen sich Ehemänner aus anderen Abstammungsgruppen herein. Ehemänner bleiben ihrer eigenen Familie zugerechnet, sei diese matrilinear strukturiert oder <a href="Patrilinearit%C3%A4t" title="Patrilinearität"><i>patri-</i>linear</a> nach der Väterlinie.
</p><p>18 Prozent der matrilinearen Gesellschaften wohnen <a href="Patrilokalit%C3%A4t" title="Patrilokalität"><i>patri-</i>lokal</a> beim Ehemann oder seiner Familie.<sup id="cite_ref-Wicker-2012-14_4-2" class="reference"><a href="#cite_note-Wicker-2012-14-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>38 Prozent befolgen die <i>avunku-</i>lokale Wohnsitzregel beim Bruder der Mutter des Ehemannes (bei seinem mutterseitigen <a href="Verwandtschaftsbeziehung#Onkel_und_Tante" title="Verwandtschaftsbeziehung">Onkel</a>).<sup id="cite_ref-Wicker-2012-14_4-3" class="reference"><a href="#cite_note-Wicker-2012-14-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Matrilinear gegliederte Familiensysteme weisen häufig das so genannte <a href="Avunkulat" title="Avunkulat">Avunkulat</a> auf. In diesen Systemen übernimmt der Bruder der Ehefrau (<a href="Oheim" title="Oheim">Oheim</a>) die <a href="Elternschaft#Soziale_Elternschaft" title="Elternschaft">soziale Vaterrolle</a> für die Kinder seiner Schwester, die <a href="Elternschaft#Biologische_Elternschaft" title="Elternschaft">biologische Verwandtschaft</a> eines Vaters mit seinen Kindern spielt dadurch eine untergeordnete Rolle.<sup id="cite_ref-Harris-1989_21-0" class="reference"><a href="#cite_note-Harris-1989-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beim Bruder der Frau liegt in matrilinearen Gesellschaften häufig auch die Autorität in der Familie.<sup id="cite_ref-Lenz-Adler-2010_22-0" class="reference"><a href="#cite_note-Lenz-Adler-2010-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Stammmutter" title="Stammmutter">Stammmutter</a> – <a href="Clanmutter" title="Clanmutter">Clanmutter</a> – <a href="H%C3%A4uptling" title="Häuptling">Häuptling</a> – <a href="H%C3%A4uptlingstum" title="Häuptlingstum">Häuptlingstum</a> (politische Organisation)</li>
<li><a href="Matriarchat#Matrilineares_Verwandtschaftssystem" title="Matriarchat">Liste matrilinearer Gesellschaften</a> – <a href="Matriarchat" title="Matriarchat">Matriarchat</a> – <a href="Geschichte_der_Matriarchatstheorien" title="Geschichte der Matriarchatstheorien">Geschichte der Matriarchatstheorien</a></li>
<li><a href="Deszendenzregeln#Unilineare_Abstammung" title="Deszendenzregeln">einlinige Abstammungsregeln</a> (unilineare Deszendenz) – <a href="Heiratsregeln" title="Heiratsregeln">Heiratsregeln</a> – <a href="Residenzregeln" title="Residenzregeln">eheliche Wohnfolgeregeln</a> (Residenz)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Ute_Luig" title="Ute Luig">Ute Luig</a>: <i>Ethnologische Geschlechterforschung.</i> In: <a href="Bettina_Beer" title="Bettina Beer">Bettina Beer</a>, <a href="Hans_Fischer_(Ethnologe)" title="Hans Fischer (Ethnologe)">Hans Fischer</a> (Hrsg.): <i>Ethnologie – Einführung und Überblick.</i> 7., überarbeitete und erweiterte Auflage. Reimer, Berlin 2012, ISBN 978-3-496-02844-4, S. 159–172.</li>
<li>Isabella Andrej: <i>Matrilineare Gesellschaften. Eine Untersuchung aus ethnologischer und historischer Sicht.</i> Diplomarbeit Universität Wien 1998 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://othes.univie.ac.at/50359/1/andrej-isabella_diplomtheses1998_%28pdfa%29%20%282%29.pdf">PDF: 1,6 MB, 315 Seiten auf othes.univie.ac.at</a>).</li>
<li>Chris Knight: <i>Early Human Kinship was Matrilineal.</i> In: N. J. Allen, H. Callan u. a. (Hrsg.): <i>Early Human Kinship.</i> Blackwell, Oxford 2008, S. 61–85 (englisch; <a rel="nofollow" class="external text" href="https://chrisknight.co.uk/wp-content/uploads/2007/09/Early-Human-Kinship-Was-Matrilineal.pdf">PDF: 219 kB, 25 Seiten auf chrisknight.co.uk</a>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><span class="cite">Hans-Rudolf Wicker: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://boris.unibe.ch/101497/1/Leitfaden%20Sozialanthropologie.pdf"><i>Matrilinearität, Patrilinearität und die soziale Evolution.</i></a> (PDF: 387&nbsp;kB; 47&nbsp;Seiten) In: <i>Leitfaden für die Einführungsvorlesung in Sozialanthropologie (1995–2012).</i> Universität Bern, 2012, <span style="white-space:nowrap;">S. 27–32 ff</span><span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 22.&nbsp;Februar 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMatrilinearit%C3%A4t&amp;rft.title=Matrilinearit%C3%A4t%2C+Patrilinearit%C3%A4t+und+die+soziale+Evolution&amp;rft.description=Matrilinearit%C3%A4t%2C+Patrilinearit%C3%A4t+und+die+soziale+Evolution&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fboris.unibe.ch%2F101497%2F1%2FLeitfaden%2520Sozialanthropologie.pdf&amp;rft.creator=Hans-Rudolf+Wicker&amp;rft.publisher=Universit%C3%A4t+Bern&amp;rft.date=2012">&nbsp;</span></li>
<li><span class="cite">Gabriele Rasuly-Paleczek: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20081001173446/http://www.univie.ac.at/voelkerkunde/html/inh/stud/studmate_files/Ethnosoziologie_06/2StudSkrEthnosozSS2006.pdf"><i>Matrilineare Deszendenz.</i></a> (PDF: 705&nbsp;kB; 206&nbsp;Seiten) In: <i>Einführung in die Ethnosoziologie (Teil&nbsp;2/2).</i> Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien, 2006, <span style="white-space:nowrap;">S. 205–212</span>, archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.univie.ac.at%2Fvoelkerkunde%2Fhtml%2Finh%2Fstud%2Fstudmate_files%2FEthnosoziologie_06%2F2StudSkrEthnosozSS2006.pdf">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">1.&nbsp;Oktober 2008</span><span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 22.&nbsp;Februar 2019</span> (Unterlagen zu ihrer Vorlesung 2006, ausführlicher als 2011).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMatrilinearit%C3%A4t&amp;rft.title=Matrilineare+Deszendenz&amp;rft.description=Matrilineare+Deszendenz&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20081001173446%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.univie.ac.at%2Fvoelkerkunde%2Fhtml%2Finh%2Fstud%2Fstudmate_files%2FEthnosoziologie_06%2F2StudSkrEthnosozSS2006.pdf&amp;rft.creator=Gabriele+Rasuly-Paleczek&amp;rft.publisher=Institut+f%C3%BCr+Kultur-+und+Sozialanthropologie%2C+Universit%C3%A4t+Wien&amp;rft.date=2006&amp;rft.source=http://www.univie.ac.at/voelkerkunde/html/inh/stud/studmate_files/Ethnosoziologie_06/2StudSkrEthnosozSS2006.pdf">&nbsp;</span></li>
<li><span class="cite"><a href="Dieter_Steiner" title="Dieter Steiner">Dieter Steiner</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.humanecology.ch/index.php?lng=de&amp;pag=12&amp;spg=349&amp;nav=3&amp;sub=9&amp;scy=286"><i>Die matrilineare Grossfamilie.</i></a> In: <i>Soziales im engeren Sinne.</i> Eigene Homepage, Zürich, 1998<span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 22.&nbsp;Februar 2019</span> (emeritierter Professor für <a href="Human%C3%B6kologie" title="Humanökologie">Humanökologie</a>; umfassende Abhandlung über soziale Organisation).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMatrilinearit%C3%A4t&amp;rft.title=Die+matrilineare+Grossfamilie&amp;rft.description=Die+matrilineare+Grossfamilie&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.humanecology.ch%2Findex.php%3Flng%3Dde%26pag%3D12%26spg%3D349%26nav%3D3%26sub%3D9%26scy%3D286&amp;rft.creator=%5B%5BDieter+Steiner%5D%5D&amp;rft.publisher=Eigene+Homepage%2C+Z%C3%BCrich&amp;rft.date=1998">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-Duden-Mutterrecht-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Duden-Mutterrecht_1-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
<a href="Duden#Duden_online" title="Duden">Duden-Redaktion</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Mutterrecht"><i>Mutterrecht:</i></a> „(Völkerkunde) rechtliche Ordnung, in der Abstammung und Erbfolge der mütterlichen Linie folgen“. Ebenda: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/matrilinear"><i>matrilinear:</i></a> „in der Erbfolge der mütterlichen Linie folgend“. Abgerufen am 22. Februar 2019.</span>
</li>
<li id="cite_note-Bertelsmann-Mutterrecht-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Bertelsmann-Mutterrecht_2-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
Lexikoneintrag: <i>Mutterrecht.</i> In: <i>Bertelsmann: Das neue Universal Lexikon.</i> <a href="Wissen_Media_Verlag" title="Wissen Media Verlag">Wissen Media Verlag</a>, Gütersloh/München 2006, S.&nbsp;647 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=tqWeOZvNUr0C&amp;pg=PA646#v=onepage">Seitenvorschauen</a> in der Google-Buchsuche);<br>
Zitat: „Mutterrecht, Gesellschaftsordnung, die den Einzelnen nach Abstammung in der mütterl. Linie (matrilinear) einordnet (z.&nbsp;B. bei Vererbung des Nachlasses u. Familiennamens). Die Frau hat gesellschaftl. stärkeren Einfluss, auch polit., ohne jedoch zum Matriarchat zu kommen.“</span>
</li>
<li id="cite_note-Gray-1998-104-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Gray-1998-104_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Gray-1998-104_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">
J. Patrick Gray: <i>Ethnographic Atlas Codebook.</i> In: <i>World Cultures.</i> Band&nbsp;10, Nr.&nbsp;1, 1998, S. 86–136, hier S. 104: Tabelle&nbsp;43 <i>Descent: Major Type</i> (englisch; <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20180819081049/http://eclectic.ss.uci.edu/~drwhite/worldcul/Codebook4EthnoAtlas.pdf">PDF: 2,4&nbsp;MB, 52&nbsp;Seiten ohne Seitenzahlen</a>; eine der wenigen Auswertungen aller damals 1267 erfassten Ethnien).<br>
Zitat: „584&nbsp;Patrilineal […] 160&nbsp;Matrilineal […] 52&nbsp;Duolateral […] 49&nbsp;Ambilineal […] 11&nbsp;Quasi-lineages […] 349&nbsp;bilateral […] 45&nbsp;Mixed […] 17&nbsp;Missing data“.<br>
<b>Prozente</b> der 1267&nbsp;Ethnien (1998):<br>
584 = 46,1&nbsp;% <a href="Patrilinearit%C3%A4t" title="Patrilinearität"><i>patri-</i>linear</a>: Herkunft vom Vater und dessen Vorvätern<br>
160 = 12,6&nbsp;% <i>matri-</i>linear: Herkunft von der Mutter und deren Vormüttern<br>
<span style="visibility:hidden;">0</span>52 = <span style="visibility:hidden;">0</span>4,1&nbsp;% <a href="Deszendenzregeln#bilinear" title="Deszendenzregeln"><i>bi-</i>linear, duolateral</a>: Unterschiedliches von Mutter und vom Vater<br>
<span style="visibility:hidden;">0</span>49 = <span style="visibility:hidden;">0</span>3,9&nbsp;% <a href="Deszendenzregeln#ambilinear" title="Deszendenzregeln"><i>ambi-</i>linear</a>: Herkunft auswählbar, von Mutter oder Vater<br>
<span style="visibility:hidden;">0</span>11 = <span style="visibility:hidden;">0</span>0,9&nbsp;% <a href="Deszendenzregeln#parallel" title="Deszendenzregeln">parallel</a>: einiges von der Mutter, anderes vom Vater (Quasi-Linien)<br>
349 = 27,6&nbsp;% <a href="Deszendenzregeln#Kognatische,_bilaterale_Abstammung" title="Deszendenzregeln">bilateral, kognatisch</a>: Herkunft zugleich von Mutter <i>und</i> Vater (wie in der <a href="Westliche_Welt" title="Westliche Welt">westlichen Kultur</a>)<br>
<span style="visibility:hidden;">0</span>45 = <span style="visibility:hidden;">0</span>3,6&nbsp;% gemischt + 17 = 1,6&nbsp;% fehlende Daten.<br>
Ende 2012 waren im <a rel="nofollow" class="external text" href="https://serc.carleton.edu/sp/carl_ltc/quantitative_writing/examples/38070.html"><i>Ethnographic Atlas</i></a> weltweit genau <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20180610021918/http://intersci.ss.uci.edu/wiki/index.php/Ethnographic_Atlas">1300&nbsp;Ethnien</a> erfasst, von denen oft nur Stichproben ausgewertet wurden, beispielsweise im internationalen <a href="Kulturvergleichende_Sozialforschung#Das_HRAF-Projekt" title="Kulturvergleichende Sozialforschung">HRAF</a>-Projekt.</span>
</li>
<li id="cite_note-Wicker-2012-14-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Wicker-2012-14_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Wicker-2012-14_4-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Wicker-2012-14_4-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Wicker-2012-14_4-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">
Hans-Rudolf Wicker: <i>Postmaritale Wohnregeln.</i> In: <span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://boris.unibe.ch/101497/1/Leitfaden%20Sozialanthropologie.pdf"><i>Leitfaden für die Einführungsvorlesung in Sozialanthropologie (1995–2012).</i></a> (PDF: 387&nbsp;kB; 47&nbsp;Seiten) Universität Bern, 2012, <span style="white-space:nowrap;">S. 13/14, hier S.&nbsp;14</span>,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 22.&nbsp;Februar 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMatrilinearit%C3%A4t&amp;rft.title=Leitfaden+f%C3%BCr+die+Einf%C3%BChrungsvorlesung+in+Sozialanthropologie+%281995%E2%80%932012%29&amp;rft.description=Leitfaden+f%C3%BCr+die+Einf%C3%BChrungsvorlesung+in+Sozialanthropologie+%281995%E2%80%932012%29&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fboris.unibe.ch%2F101497%2F1%2FLeitfaden%2520Sozialanthropologie.pdf&amp;rft.publisher=Universit%C3%A4t+Bern&amp;rft.date=2012">&nbsp;</span>
Die Zahlen der Tabelle:<br>
164 matrilineare Ethnien – ihr ehelicher Wohnsitz nach der Heirat (<a href="Residenzregeln" title="Residenzregeln">Residenzregel</a>):<br>
<span style="visibility:hidden;">0</span>62 = 37,8&nbsp;% wohnen <a href="Avunkulokalit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Avunkulokalität"><i>avunku-</i>lokal</a> beim Onkel mütterlicherseits: Mutterbruder der Ehefrau <i>oder</i> des Ehemannes<br>
<span style="visibility:hidden;">0</span>53 = 32,3&nbsp;% wohnen <a href="Matrilokalit%C3%A4t" title="Matrilokalität"><i>matri-</i>lokal</a> bei der Mutter der Ehefrau (auch: <i>uxori-</i>lokal: am Ort der Ehefrau)<br>
<span style="visibility:hidden;">0</span>30 = 18,3&nbsp;% wohnen <a href="Patrilokalit%C3%A4t" title="Patrilokalität"><i>patri-</i>lokal</a> beim Vater des Ehemannes (auch: <i>viri-</i>lokal: am Ort des Mannes)<br>
<span style="visibility:hidden;">0</span>19 = 11,6&nbsp;% haben andere Regeln: <a href="Residenzregeln#neolokal" title="Residenzregeln"><i>neo-</i>lokal</a> (neuer Wohnsitz), <a href="Residenzregeln#Wohnsitz_unverändert" title="Residenzregeln"><i>nato-</i>lokal</a> (am jeweiligen Ort der Geburt), <a href="Residenzregeln#Wohnsitz_wählbar" title="Residenzregeln"><i>ambi-</i>lokal</a> (wählbar an einem von beiden Orten), oder andere</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Audrey_I._Richards" title="Audrey I. Richards">Audrey I. Richards</a>: <i>Some types of family structure among the Central Bantu.</i> In: <a href="Alfred_Radcliffe-Brown" title="Alfred Radcliffe-Brown">Alfred R. Radcliffe-Brown</a>, <a href="Daryll_Forde" title="Daryll Forde">Daryll Forde</a> (Hrsg.): <i>African Systems of Kinship and Marriage.</i> Oxford University Press, London 1950, S. 207–251 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.forgottenbooks.com/en/download/African_Systems_of_Kinship_and_Marriage_1000024062.pdf">PDF: 15,5 MB, 421 Seiten auf forgottenbooks.com</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="David_Schneider_(Anthropologe)" title="David Schneider (Anthropologe)">David Murray Schneider</a>, <a href="Kathleen_Gough" title="Kathleen Gough">Kathleen Gough</a> (Hrsg.): <i>Matrilineal Kinship.</i> University of California Press, Berkeley/London 1961, S. 479 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=qiRL3rnCVfAC&amp;pg=PA479#v=onepage">Seitenvorschau</a> in der Google-Buchsuche).</span>
</li>
<li id="cite_note-Spittler-2016-181-7"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Spittler-2016-181_7-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Spittler-2016-181_7-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Gerd_Spittler" title="Gerd Spittler">Gerd Spittler</a>: <i>Anthropologie der Arbeit: Ein ethnographischer Vergleich.</i> Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-10433-7, S. 181 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.researchgate.net/publication/324173196_Gerd_Spittler_Anthropologie_der_Arbeit_Ein_ethnographischer_Vergleich_Wiesbaden_Springer_VS_2016_301_S_kt_4999">Besprechung</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Mary_Douglas" title="Mary Douglas">Mary Douglas</a>: <i>Is matriliny doomed in Africa?</i> In: Mary Douglas, <a href="Phyllis_M._Kaberry" title="Phyllis M. Kaberry">Phyllis M. Kaberry</a> (Hrsg.): <i>Man In Africa.</i> Tavistock, London 1969, S. 121–135.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Clare-Janaki Holden, Mace Ruth: <i>Spread of cattle led to the loss of matrilineal descent in Africa: A coevolutionary analysis.</i> In: <i>Proceedings of the Royal Society of London.</i> Band 270, 2003, S. 2425–2433.</span>
</li>
<li id="cite_note-Lowes-2018-10-10"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Lowes-2018-10_10-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Lowes-2018-10_10-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Sara Lowes: <i>Matrilineal Kinship and Spousal Cooperation: Evidence from the Matrilineal Belt.</i> <a href="Universit%C3%A0_Commerciale_Luigi_Bocconi" title="Università Commerciale Luigi Bocconi">Università Commerciale Luigi Bocconi</a> und CIFAR, 14. Dezember 2018, S. 10 (<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20170705112347/https://scholar.harvard.edu/files/slowes/files/lowes_matrilineal.pdf">PDF: 8,5 MB, 115 Seiten auf scholar.harvard.edu</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=https%3A%2F%2Fscholar.harvard.edu%2Ffiles%2Fslowes%2Ffiles%2Flowes_matrilineal.pdf">Originals</a></span> vom 5. Juli 2017 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/https://scholar.harvard.edu/files/slowes/files/lowes_matrilineal.pdf">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://scholar.harvard.edu/files/slowes/files/lowes_matrilineal.pdf">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/scholar.harvard.edu</span>).</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Paola Giuliano, Nathan Nunn: <i>On the Origin of Gender Roles: Women and the Plough.</i> In: <i>Quarterly Journal of Economics.</i> Band 128, Nr. 2, 2013, S. 469–530.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Emmanuel_Todd" title="Emmanuel Todd">Emmanuel Todd</a>: <i>Traurige Moderne: Eine Geschichte der Menschheit von der Steinzeit bis zum Homo americanus.</i> Beck, München 2018, ISBN 978-3-406-72475-6, Karte 2.4.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Joseph-Fran%C3%A7ois_Lafitau" title="Joseph-François Lafitau">Joseph-François Lafitau</a>: <i>Mœurs des sauvages amériquains, comparées aux mœurs des premiers temps.</i> 2 Bände. Paris 1724.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Ursula Eisenhauer: <i>Matrilokalität in der Bandkeramik? Ein ethnologisches Modell und seine Implikationen.</i> In: <i>Archäologische Informationen.</i> Band 26, Nr. 2, 2003, S. 321–331.</span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Marija_Gimbutas" title="Marija Gimbutas">Marija Gimbutas</a>: <i>Das Ende Alteuropas: Der Einfall von Steppennomaden aus Südrussland und die Indogermanisierung Mitteleuropas.</i> Institut für Sprachwissenschaft, Innsbruck 1994.</span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Douglas J. Kennett, Stephen Plog u.&nbsp;a.: <i>Archaeogenomic evidence reveals prehistoric matrilineal dynasty.</i> In: <i>Nature Communications.</i> Band 8, 2017, Artikelnummer 14115 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.nature.com/articles/ncomms14115">online</a> auf nature.com).</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Balter: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.scientificamerican.com/article/ancient-dna-yields-unprecedented-insights-into-mysterious-chaco-civilization/"><i>Ancient DNA Yields Unprecedented Insights into Mysterious Chaco Civilization</i></a>, in: scientificamerican.com, 22. Februar 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Gerhard_Bott_(Fernsehjournalist)" title="Gerhard Bott (Fernsehjournalist)">Gerhard Bott</a>: <i>Die Erfindung der Götter: Essays zur Politischen Theologie.</i> Norderstedt 2009, S. 170.</span>
</li>
<li id="cite_note-Zeifert-2006-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Zeifert-2006_19-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
<span class="cite">Ruth Zeifert: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.hagalil.com/archiv/2006/09/vater-juden.htm"><i>Identitätsdilemma: Wenn der Vater Jude ist und die Mutter nicht.</i></a> In: <i><a href="J%C3%BCdische_Allgemeine" title="Jüdische Allgemeine">Jüdische Allgemeine</a>.</i> 17.&nbsp;August 2006,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 22.&nbsp;Februar 2019</span> (Kopie in <i>haGalil.com</i>; Zeifert arbeitete 2006 an einem Promotionsvorhaben zu deutschen Kindern jüdischer Väter): „Jüdisch ist, wer Kind einer jüdischen Mutter ist. Das Religionsgesetz, die Halacha ist da eindeutig. Allein auf die Mutter kommt es an. Herkunft und Glauben des Vaters sind irrelevant. Deshalb gelten Menschen mit jüdischem Vater und nichtjüdischer Mutter&nbsp;– »Vater-Juden«, nach einem 1995 von Andreas Burnier geprägten Begriff&nbsp;– nicht als ihresgleichen. Selbst das Reformjudentum hält sich an diese Regel.“</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMatrilinearit%C3%A4t&amp;rft.title=Identit%C3%A4tsdilemma%3A+Wenn+der+Vater+Jude+ist+und+die+Mutter+nicht&amp;rft.description=Identit%C3%A4tsdilemma%3A+Wenn+der+Vater+Jude+ist+und+die+Mutter+nicht&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.hagalil.com%2Farchiv%2F2006%2F09%2Fvater-juden.htm&amp;rft.creator=Ruth+Zeifert&amp;rft.date=2006-08-17">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-Wicker-2012-13-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Wicker-2012-13_20-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
Hans-Rudolf Wicker: <i>Postmaritale Wohnregeln.</i> In: <span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://boris.unibe.ch/101497/1/Leitfaden%20Sozialanthropologie.pdf"><i>Leitfaden für die Einführungsvorlesung in Sozialanthropologie (1995–2012).</i></a> (PDF: 387&nbsp;kB; 47&nbsp;Seiten) Universität Bern, 2012, <span style="white-space:nowrap;">S. 13/14, hier S.&nbsp;13</span>,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 22.&nbsp;Februar 2019</span>: „In Gesellschaften, in welchen […] die matri- oder uxorilokale Wohnfolge dominiert, bilden gewöhnlich Mütter, Schwestern und Töchter eine Kerngruppe.“</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMatrilinearit%C3%A4t&amp;rft.title=Leitfaden+f%C3%BCr+die+Einf%C3%BChrungsvorlesung+in+Sozialanthropologie+%281995%E2%80%932012%29&amp;rft.description=Leitfaden+f%C3%BCr+die+Einf%C3%BChrungsvorlesung+in+Sozialanthropologie+%281995%E2%80%932012%29&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fboris.unibe.ch%2F101497%2F1%2FLeitfaden%2520Sozialanthropologie.pdf&amp;rft.publisher=Universit%C3%A4t+Bern&amp;rft.date=2012">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-Harris-1989-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Harris-1989_21-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
<a href="Marvin_Harris" title="Marvin Harris">Marvin Harris</a>: <i>Kulturanthropologie. Ein Lehrbuch.</i> Campus, Frankfurt am Main u.&nbsp;a. 1989, ISBN 3-593-33976-5, S.&nbsp;180.</span>
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<li id="cite_note-Lenz-Adler-2010-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Lenz-Adler-2010_22-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
<a href="Karl_Lenz_(Soziologe)" title="Karl Lenz (Soziologe)">Karl Lenz</a>, Marina Adler: <i>Einführung in die sozialwissenschaftliche Geschlechterforschung.</i> Band&nbsp;1: <i>Geschlechterverhältnisse.</i> Juventa, Weinheim u.&nbsp;a. 2010, ISBN 978-3-7799-2301-5, S.&nbsp;68 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=0A6SabqyG0UC&amp;pg=PA68#v=onepage">Seitenvorschau</a> in der Google-Buchsuche).</span>
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